Herzlich willkommen in der reformierten Kirchgemeinde Nidau

«Mittendrin und vis-à-vis leben wir Kirche, Glauben und Vielfalt»

Wir sind eine aktive, offene Kirchgemeinde am Bielersee, welche die Pfarrkreise Nidau / Port / Ipsach / Bellmund und unsere „Communauté romande“ mit total rund 5500 Mitgliedern umfasst. Mehr als 30 Mitarbeitende und rund 200 Freiwillige gestalten das kirchliche Leben.
La paroisse de Nidau est bilingue, et la communauté romande a un poste pastoral qu’elle partage avec la paroisse française de Bienne.

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Weihnachten im Sommer
Feiern Sie mit uns "Weihnachten im Sommer"

Freitag, 26. Juni, 18 - 21 Uhr, vor und in der Kirche Nidau

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Leitartikel


  • Wann ist es Kirche?

    Was heisst das heute eigentlich: Kirche? Gerade wenn wir neue Formen ausprobieren und neue Angebote entwickeln, taucht diese Frage immer wieder auf. Was unterscheidet eine Party in der Kirche von einer Party im Club? Müssen wir neue Formate schaffen – oder springen wir nur auf Trends auf? Wenn Kirche draufsteht, muss auch Kirche drin sein?

    Diese Fragen sind berechtigt. Und sie führen uns zum Kern: nicht was wir tun, sondern mit welchem Bewusstsein wir es tun.

    In der Kirche Nidau durfte ich in den letzten Monaten mehrfach erleben, wie sich Räume auf besondere Weise öffnen: Bei Buchlesungen mit Franziska Schutzbach oder Angélique Beldner, bei Konzerten, gemeinsamen Essen, Zeiten der Stille oder Friedensgebeten. Besonders berührend war für mich ein Moment nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana im Rahmen des Nationalen Trauertags (9. Januar 2026). Mit meinen Kindern habe ich eine Kerze angezündet. Viele Menschen aus Nidau und Umgebung waren da. Es war still. Und gleichzeitig war der Anlass ein starkes Zeichen von Gemeinschaft.

    Solche Angebote zeigen: Kirche kann Räume öffnen. Räume für Austausch, für Fragen, für Begegnung. Räume, in denen Menschen zusammenkommen, die sonst vielleicht nie einen Gottesdienst besuchen würden.

    Doch woran lässt sich Kirche erkennen?

    Ein aktuelles Kirchenpapier der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn spricht von «neuen Formen kirchlicher Präsenz». Damit ist mehr gemeint als neue Formate. Es geht um ein Da-Sein, das spürbar wird. Kirche geschieht dort, wo Menschen etwas erfahren, das über das reine Angebot hinausgeht.

    Das Papier benennt dafür vier Dimensionen, die Orientierung geben: Hoffnung, Spiritualität, Gemeinschaft und Engagement. Sie beschreiben, was Kirche im Kern ausmacht, auch in neuen Formen. Wird Hoffnung sichtbar, dass unser Zusammenleben gelingen kann? Gibt es Raum für Stille, für Glauben, für Tiefe? Entsteht Gemeinschaft, die trägt? Und zeigt sich Verantwortung füreinander, besonders für diejenigen, die es schwer haben?

    Diese Fragen helfen mir zu sehen, worin wir uns als Kirche verstehen. Auch in ungewohnten Formen kann Kirche erlebbar werden, wenn etwas davon spürbar wird.

    Vielleicht sogar an Orten, an denen wir es nicht erwarten. Auch eine Party, ein Gesprächsabend oder ein gemeinsames Essen kann mehr sein als nur ein Programm. Wenn Menschen sich verbunden fühlen und etwas anklingt, das über den Moment hinausgeht.

    Ich bin überzeugt: Kirche hat die Aufgabe, solche Räume zu ermöglichen. Räume zu öffnen heisst auch, auszuprobieren. Nicht alles spricht vielleicht von Anfang an. Aber es kann sich zu Kirche entwickeln.

    Denn Kirche entsteht dort, wo Menschen sich auf den Weg machen. Wo Hoffnung sichtbar wird. Und wo etwas spürbar ist, das über uns hinausweist.
    Wenn das geschieht, dann ist Kirche drin.

    Corine von Wartburg, Co-Präsidentin

    Bildlegende: Kirche kann Räume öffnen – für Austausch, Fragen, Begegnung. Wie bei «Lange Nacht der Kirchen» (Foto).
    Foto: Tanja Lander

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